On-the-fly Wörter lernen

On-the-fly bedeutet laut Wikipedia wörtlich „im Fluge“ oder sinngemäß „im Vorbeigehen“ oder „spontan“. Eigentlich kommt der Begriff aus der Computertechnik. Da ich hier aber tatsächlich die sinngemäße Bedeutung von „im Vorbeigehen“ oder „spontan“ meine, denke ich, dass On-the-fly Wörter lernen als Titel auch ganz gut passt.

Die Idee ist ganz simpel: Ich sehe ein neues Wort in der Fremdsprache, die ich gerade lerne. Ich möchte mir dieses Wort gern merken, und ich weiß aus Erfahrung, dass ich es vermutlich bald wieder vergessen habe. Was ich da tun? Meistens habe ich keinen Stift und kein Papier zur Hand, allerdings habe ich mein Handy immer dabei. Natürlich kann ich Quizlet dafür benutzen. Jetzt habe ich aber schon so viele Episoden über Quizlet gemacht, dass es an der Zeit ist auch mal ein anderes Tool vorzustellen …

On-the-fly mit Tinycards

Tinycards von Duolingo

Tinycards von Duolingo

Tinycards ist von den Machern von Duolingo. Und es ist auch genauso einfach zu bedienen wie Duolingo. Und bevor ich hier lange um den heißen Brei herumrede, zeige ich hier mal die Schritte zum On-the-fly Wörter lernen.

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Wer ein Android-Smartphone oder -Tablet hat geht in den PlayStore und bei iPhone und iPad gibt es den App-Store. Tinycards suchen und installieren. Hier sind die Links für Android und IOS.

 

Neues Deck erstellen

Neues Deck erstellen

Neues Deck erstellen

Ein Deck ist das, was auf Quizlet ein Lernset ist, mit anderen Worten: eine Vokabelliste. Jedes Tools hat andere Bezeichnungen für diese Dinge, die aber mehr oder weniger dasselbe sind.

 

Neues Deck beschriften

Neues Deck beschriften

 

Ein neues Deck erstellt man, in dem man auf das Plus-Zeichen unten in der Mitte tippt. Dazu gehört dann auch noch, dass ich einen Titel und eine Beschreibung hinzufüge. Das mache ich in der Regel nur einmal. Ich nenne mein Deck hier „On-the-fly Wörter lernen“ und bei Beschreibung tippe ich „Mein privates Deck“ ein.

Außerdem setze ich das Deck auf „private“, da es meine persönlichen Vokabeln sind. Und als „Cover Image“ mache ich ein Selfie von mir: Choose cover > Take a photo, und fertig.

Die erste Vokabel eintragen

Wenn ich auf das Plus in der Mitte tippe, kommt die Vorderseite der ersten Lernkarte. Hier tippe ich auf Image, weil ich ein Foto machen möchte.

Na klar, denn die Idee ist ja, dass ich irgendwo ein Wort gesehen haben. Dieses Wort kann ich natürlich auch als Text eintragen, aber hier mache ich einfach mal ein Photo von dem Text oder von dem Gegenstand, zu dem ich gerade das Wort in der Fremdsprache gelernt habe.

Also: Choose an image > Take a photo

Jetzt geht es an die Rückseite. Dazu tippe ich unten auf „FLIP“.

Jetzt gebe ich einen Text ein. Das kann entweder ein Wort oder ein ganzer Satz sein. Natürlich kann ich hier auch die Spracherkennung nutzen.

Weitere Vokabeln eintragen

Zum Starten brauche ich mindestens vier Vokabeln. Im Idealfall bereite ich das natürlich in Ruhe vor, sodass ich einfach loslegen kann, wenn ich unterwegs bin und mir ein neues Wort „über den Weg läuft“.

So gebe ich also vier Vokabeln ein. Dazu muss ich immer wieder auf das Plus-Zeichen am rechten Bildrand tippen. Dann wiederhole ich den letzten Schritt.

Mit dem Lernen beginnen 

Das war es auch schon. Ich muss jetzt nur noch das Deck veröffentlichen. Dazu tippe ich auf „Publish“. Jetzt öffne ich das Deck und lerne los. Tippen, wischen, tippen, wischen und so weiter.

Finde ich unterwegs ein neues Wort, dann öffne ich mein privates Deck und tippe oben auf das Bleistift-Symbol. Damit bin ich dann im Bearbeiten-Modus und kann neue Vokabeln hinzufügen.

Viel Spaß beim Lernen!

Kann man Tinycards auch im Unterricht nutzen?

Mein Tipp an alle Lehrer unter euch: Sollte ihr bereits einen Vokabeltrainer im Unterricht benutzen, dann schaut nach, ob euer Tool auch so eine oder eine ähnliche Funktion hat. Und mit Quizlet geht das natürlich auch, nur etwas anders und vielleicht auch noch besser, aber dazu in einer anderen Episode mehr.

Carsten Peters

About the Author

Carsten Peters

Carsten ist Dipl. Übersetzer, MBA, NLP-Master, Hypno-Coach und Google Certified Educator. Außerdem ist er überzeugter Polygott und arbeitet seit 2010 als Language Coach, Sprachtrainer und Blended Learning Consultant bei der Language Mining Company.

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