Die Macht der Gewohnheit

Die Macht der Gewohnheit ist nicht nur ein Spruch, sondern ein Glaubenssatz

Natürlich kenne ich den Spruch „Die Macht der Gewohnheit“ schon sehr lange – wie vermutlich die meisten Menschen. Ich bin durch das Buch mit demselben Titel wieder darauf gestoßen. Das Buch ist von Charles Duhigg und im Original unter dem Englisch mit Titel The Power of Habit erhältlich.

Ganz am Anfang erzählt Duhigg eine Geschichte, in der es um einen Patienten geht, der durch eine Virus-Infektion die Fähigkeit verloren hat, sich etwas länger als einige Minuten zu merken. Allerdings kann er sich weiterhin an alles erinnern, was vor der Virus-Infektion passiert ist. Das Verhalten des Patients wird untersucht. Man darf ihn nicht allein lassen, denn gleich nachdem er wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, ist er zu seiner Schwester gezogen. Das bedeutet, dass er sich keinen Raum in der Wohnung merken kann. Würde er das Haus allein verlassen, würde er nie wieder zurückfinden.

Man macht verschiedene Tests mit verblüffenden Ergebnissen besteht. So bittet man ihn zum Beispiel einfach so zu tun, als hätte er Hunger. Er solle doch aufstehen und sich eine Kleinigkeit zu essen holen. Er geht daraufhin in die Küche, holt sich etwas aus dem Schrank und kommt zurück. Woher wusste er, wo etwas Essbares zu finden war?

Ein anderes Mal verlässt er unbemerkt das Haus. Seine Schwester ist sehr besorgt, denn wir sollte er allein nach Hause finden? Nach kurzer Zeit kommt er nach einem langen Spaziergang wieder zu Hause an. Wie war das möglich?

Die Antwort ist einfach: Die Macht der Gewohnheit. Er hatte sich schon so oft etwas zu Essen geholt, dass die Information nicht als Erinnerung, sondern als Gewohnheit in seinem Gehirn abgespeichert wurde. Genauso war es mit dem Spaziergang: Es ist genau den Weg gelaufen, den seine Schwester jeden Tag mit ihm ging. Die Macht der Gewohnheit hat ihn wieder nach Hause geführt.

Erinnerungen und Gewohnheiten speichern wir an unterschiedlichen Stellen im Gehirn

Ist das nicht klasse? Na ja, und was habe ich davon, werden sich die meisten Menschen jetzt Fragen? Ganz einfach, wenn ich eine Information als Gewohnheit speichern kann, dann ist es schwerer diese Information wieder zu löschen. Sie wird an einem viel tieferen zentraleren Bereich des Gehirns gespeichert. Mit anderen Worten – und das ganz pauschal und allgemein – bleiben Gewohnheiten sehr lange, wenn nicht für immer, erhalten.

Und das ist genau der Grund, warum es uns so schwer fällt, das Rauchen, das Schokolade essen oder das Was-auch-immer-dein-Laster-ist zu lassen. Wenn wir das allerdings positiv betrachten, dann würde es doch Sinn machen, so eine Gewohnheit aufzubauen und die Macht der Gewohnheit für uns zu nutzen.

Und was hat das mit dem Sprachen lernen zu tun?

Welche Gewohnheiten hätten Sie denn gern? Regelmäßiges Joggen, immer gesundes Essen, immer freundlich zu allen Menschen oder vielleicht regelmäßiges Fremdsprachen lernen?

Es lohnt sich auf jeden Fall tiefer in dieses Thema einzusteigen. Wer sich selbst die Macht der Gewohnheit aneignen kann, bekommt alles, wer er möchte.

Carsten Peters

About the Author

Carsten Peters

Dipl. Übersetzer, MBA, Language-Coach, NLP-Master, Hypno-Coach Carsten hat als Übersetzungsmanager in über 25 Sprachen gearbeitet, von denen er mehrere fließend spricht. Seit 2010 ist er selbstständig als Language Coach tätig. Die aus der intensiven Ausbildung in neuro-linguistischem Programmieren (NLP) und Hypnose erworbenen Erkenntnisse machen Carstens Sprach-Coaching so effizient und erfolgreich.

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